Berlin/Freiburg - Bis zum Jahr 2060 könnte sich die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,1 Millionen Menschen mehr als verdoppeln. Dies geht aus einem Bericht des Freiburger Universitäts-Forschungszentrums Generationenverträge hervor.
Aktuell sind 1,95 Millionen Bundesbürger pflegebedürftig. Grundannahme der Prognose ist, dass die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, mit zunehmendem Alter drastisch steigt. Der Autor der Studie, Tobias Hackmann, rechnet auf Grundlage von Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes. Danach steigt die Lebenserwartung für 60-jährige Männer bis 2050 auf 25,3 Jahre (heute: 20,1), für gleichaltrige Frauen auf 29,1 Jahre (heute 24,1). Der Ökonom entwickelt verschiedene Szenarien:
Der Forscher hält die zweite These für am wahrscheinlichsten.
Das Diskussionspapier "Älter gleich kränker? Auswirkungen des Zugewinns an Lebenserwartung auf die Pflegewahrscheinlichkeit" ist zu finden unter www.vwl.uni-freiburg.de/fakultaet/fiwiI/publikationen/202.pdf