Patientenbrief

Juli 2008

INTERNET
Weiße Liste hilft bei Kliniksuche

Berlin/Gütersloh - Die Weiße Liste soll Patienten und Angehörigen eine systematische Kliniksuche ermöglichen.

Das Internetportal ist ein Projekt der Bertelsmann Stiftung sowie mehrerer Patienten- und Verbraucherorganisationen. Anfang Juni ist die Weiße Liste online gegangen. Nach Angaben der Initiatoren finden Interessierte dort neben einem Diagnosen-Dolmetscher und der umgangssprachlichen Übersetzung von mehr als 4.000 Fachbegriffen auch leicht verständliche Informationen zur Krankenhausqualität. Ein Suchassistent lotst den Nutzer Schritt für Schritt zum Ergebnis und gibt ihm leicht verständliche Informationen zur Einordnung der teilweise komplexen Daten zur Struktur- und Ergebnisqualität der Kliniken. Prof. Dr. Raimund Geene, Vorstandsmitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, erwartet von den offen gelegten Qualitätsdaten der Krankenhäuser "eine Dynamik zu mehr und besserer Patienteninformation". Dieser müssten sich weitere Bereiche der medizinischen Versorgung öffnen. "Das ist gut für die Versorgung und vor allem ein längst überfälliges Recht der Patienten."

Erfahrungen der Patienten sind gefragt
Besonderen Wert legt die Weiße Liste auf Erfahrungen der Patienten mit den behandelnden Krankenhäusern. Um diese deutschlandweit vergleichbar darstellen zu können, wurde eigens für das Projekt ein Fragebogen entwickelt (Patients' Experience Questionnaire, kurz PEQ). Alle deutschen Kliniken haben nun die Möglichkeit, sich an der Befragung zu beteiligen. Die Ergebnisse werden anschließend in der Weißen Liste veröffentlicht. "Langfristig soll das Internetportal zu einem Forum für Qualitätstransparenz im Gesundheitswesen werden", heißt es in einer Presseerklärung der Bertelsmann Stiftung.



Wer steckt hinter der Weißen Liste?
Das Portal ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG SELBSTHILFE), der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, des Forums chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen, des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), des Sozialverbandes VdK Deutschland sowie des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Schirmherrin ist die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel. Sie betont: "Das Internetportal ist ein weiterer Schritt zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen."

Weitere Informationen unter www.weisse-liste.de

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