Patientenbrief

Mai 2007
Portrait - Editorial

EDITORIAL
Qualität im Fokus

München – Einen echten Mehrwert haben Patienten von den Qualitätsberichten der Kliniken bisher nicht. Einen wirklichen Patientenbezug bieten Qualitätsmessungen erst, wenn die Behandelten an der Beurteilung aktiv beteiligt werden. Die gesamte Behandlungskette muss begutachtet werden. Patienten wollen wissen, wie die Ergebnisse in ihrem Landkreis und in ihrer Region konkret aussehen. Bei einer Hüft-Op wollen sie das Ergebnis mit Patienten gleichen Alters vergleichen und Angaben zur Beweglichkeit haben. Die große Kunst ist es, solch komplexe Datenwerke anwenderfreundlich darzustellen. Die Klinikkette Helios hat das mit ihrem neuen Bericht versucht. Das Besondere: Die Ergebnisqualität wird darin konsequent offen gelegt. Mehr dazu in dieser Ausgabe.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Roger Jaeckel
Leiter Gesundheitspolitik

KREBSTHERAPIE
Krankenkassen müssen Misteltherapie erstatten

Berlin - Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf die Behandlung mit homöopathischen und anthroposophischen Mistelpräparaten bei der Krebstherapie. Bisher übernahmen die Kassen lediglich die Kosten für Mistelpräparate im Rahmen einer palliativen Tumortherapie

mehr…

PATIENTENVERFÜGUNG
Ärztevertreter beurteilen Gesetz skeptisch

Berlin - Der Bundestag debattiert derzeit über Gesetzentwürfe zum Thema Patientenverfügung. In die allgemeine Diskussion hat sich jetzt auch die Bundesärztekammer (BÄK) eingeschaltet. BÄK-Präsident Prof. Jörg-Dietrich Hoppe sieht dem kommenden Gesetz skeptisch entgegen: „Krankheitsverläufe sind immer individuell und lassen sich nicht per Gesetz regeln.“

mehr…

HERZKRANKE KINDER
Selbsthilfegruppen vernetzen sich

Berlin - Elternorganisationen herzkranker Kinder aus ganz Europa haben sich in Berlin zur European Congenital Heart Disease Organisation (ECHDO) zusammengeschlossen. Der neue Dachverbandmöchte künftig die Interessen herzkranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener auf europäischer Ebene vertreten.

mehr…

DARMKREBSFRÜHERKENNUNG
In welchem Alter sollten Screening-Programme starten?

Berlin - Eine Koloskopie kann Leben retten. Für alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland werden die Kosten dafür ab dem 55. Lebensjahr übernommen. Mindestens zehn Jahre nach der Erstuntersuchung besteht ein Anspruch auf eine zweite Darmspiegelung. Dies gilt für Männer wie Frauen. Neueste Daten aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum werfen nun Zweifel auf, ob in diesem Fall die pauschale Gleichbehandlung von Männern und Frauen sinnvoll ist.

mehr…

STATISTIK
Herzerkrankung sorgt für die meisten Krankenhausaufenthalte

Berlin - Geburten ausgenommen war die Herzerkrankung Angina pectoris im Jahr 2005 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die häufigste Hauptdiagnose für einen Krankenhausaufenthalt (316.000 Fälle). Es folgen Herzinsuffizienz (307.000) sowie psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (299.000).

mehr…

ONKOLOGISCHE SPITZENZENTREN
Deutsche Krebshilfe fördert vier Universitätskliniken

Berlin - Die Deutsche Krebshilfe fördert vier onkologische Spitzenzentren – für zunächst drei Jahre, mit einer Million Euro pro Jahr und Zentrum. Die Fördermittel stammen ausschließlich aus Spendengeldern. Aus 18 Bewerbern ausgewählt wurden von einem internationalen Gutachtergremium das Universitäts KrebsCentrum Dresden, das Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer Freiburg, das Centrum für Integrierte Onkologie Köln/Bonn und das Südwestdeutsche Tumorzentrum Tübingen.

mehr…

KLINIKEN
Qualität der Qualitätsberichte wird besser

Berlin - Seit 2004 sind die Kliniken in Deutschland verpflichtet, Berichte zur Behandlungsqualität zu veröffentlichen. Diese enthalten jedoch keine verpflichtenden Angaben zur Ergebnisqualität und sind für Patienten Bücher mit sieben Siegeln. Der Klinikkonzern Helios legt jetzt in einer dritten Generation von Qualitätsberichten schonungslos die Ergebnisqualität aller Häuser offen. „Das ist unsere Philosophie. Man muss einen Anfang machen, und nur durch Transparenz können wir die Entwicklung vorantreiben“, sagt Dr. Thomas Mansky, Leiter der Medizinischen Entwicklung bei Helios.

mehr…

ARZNEIMITTEL
VFA macht Verfahrensvorschlag für Kosten-Nutzen-Bewertung

Berlin - Künftig gibt es eine Kosten-Nutzen-Bewertung für Arzneimittel, die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) durchgeführt werden muss. Das legt das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz fest. Mit einem ersten Verfahrensvorschlag hat sich der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) zu Wort gemeldet.

mehr…

HIV/AIDS
Bundeskabinett billigt Aktionsplan zur Bekämpfungsstrategie

Berlin - Das Bundeskabinett hat den Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung angenommen. Wichtiger Bestandteil: Die Bundesregierung verpflichtet sich die Mittel zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose um rund ein Drittel auf 400 Millionen Euro im Jahr 2007 zu erhöhen.

mehr…

STUDIE
Deutsches Pflegesystem erhält „mangelhaft“

Berlin - Im deutschen Pflegesystem herrschen eklatante Missstände. Zu diesem Ergebnis kommt die TNS Emnid-Studie zur „Pflegesituation in Deutschland“ im Auftrag der Marseille-Kliniken AG. Dazu sind erstmalig Betroffene und Angehörige von Pflegefällen sowie die Generation 50+ befragt worden – insgesamt bundesweit 1.056.

mehr…
TOP