Berlin - Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ hat seine regionalen Strukturen komplettiert: In den vergangenen Monaten nahmen in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz regionale Kontaktstellen die Arbeit auf. Mit dem Startschuss für den Regionalen Knoten Saarland zum Jahresanfang 2007 sind nun sämtliche Bundesländer abgedeckt.
„Durch die Regionalen Knoten soll die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesebene weiter intensiviert und ein verstärkter Informations-Transfer zwischen den gesundheitsfördernden Angeboten erreicht werden“, stellt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), zur Arbeit der Kontaktstellen fest. Finanziert werden die Koordinierungsstellen über die BZgA, Krankenkassen und aus Mitteln der Landesvereinigungen für Gesundheit, die diese aus den jeweiligen Länderhaushalten bewilligt bekommen.
Austausch zwischen den Projekten soll gefördert werden
Sie beraten Einrichtungen bezüglich ihrer Präventionsangebote, weisen auf Beispiele guter Praxis oder auf Finanzierungsmöglichkeiten hin und regen den Austausch der Gesundheitsförderungsprojekte untereinander an. Die Regionalen Knoten setzen dabei eigene Schwerpunkte, etwa im Bereich sozial benachteiligter Kinder und deren Familien, bei der Gesundheitsförderung im Stadtteil oder auch der Weiterqualifizierung von Projektmitarbeitern. In Schleswig-Holstein wurde beispielsweise ein Modellprojekt zur Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden entwickelt. In Thüringen geht es um die Integration von Stadtteilarbeit und Gesundheitsförderung. Zudem unterstützen die Kontaktstellen die Erweiterung einer Datenbank mit Gesundheitsprojekten. Darin sind derzeit über 2.800 Angebote, Maßnahmen und Projekte der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung recherchierbar, darunter mehr als 30 Projekte, die als Gute Praxis ausgezeichnet sind.
Wer macht mit bei dem Verbund?
Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ist ein Verbundprojekt von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Bundes- und Landesvereinigungen für Gesundheit, Krankenkassen und Ärzten, Wohlfahrtsverbänden und weiteren insgesamt 42 Partnerorganisationen.
Weitere Informationen unter folgender Adresse: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de Menüpunkt „Regionale Knoten“