Patientenbrief

Juni 2007
Portrait - Editorial

EDITORIAL
Patientenqualität

München – Die Zeiten, als Patientenorientierung nur auf dem Papier stattfand, sind vorbei. Patientenvertreter müssen sich nicht länger mit Statistenrollen begnügen, sondern bringen sich aktiv ins Geschehen ein. So auch bei der Qualitätssicherung, über die wir in diesem Patientenbrief berichten. In den Fachausschüssen der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) sitzen beispielsweise seit geraumer Zeit Patientenvertreter. Dabei sollte man es auf Dauer jedoch nicht belassen. Das fordert die Berliner Patientenbeauftragte Karin Stötzner auf einer Konferenz in Berlin. Bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren sollten patientenrelevante Endpunkte berücksichtigt werden, gleiches gilt für Ergebnisse, die auf Patientenberichten aufbauen.

Lesen Sie mehr zu dem Thema in der aktuellen Ausgabe.

Ihre Ilka Einfeldt
Manager Patient Relations

SELBSTHILFE-SPONSORING
Helms: konstruktiv-kritischer Umgang statt Generalverdacht

Berlin - Die finanzielle Förderung der Selbsthilfe ist ein heißes Eisen, erst kürzlich wurde das Thema auf Veranstaltungen der Theodor Springmann Stiftung und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes intensiv diskutiert. Im Interview mit dem Patientenbrief äußert sich Ursula Helms zu Sponsoring und Finanzierung. Die Diplom-Sozialwirtin ist seit 2005 Geschäftsführerin der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) in Berlin.

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CHRONIKERREGELUNG
Viele Details noch unklar

Berlin - Die Gesundheitsreform sieht eine verschärfte Chronikerregelung mit verpflichtenden Früherkennungsuntersuchungen vor: Nimmt der Versicherte diese nicht wahr, muss er später als Patient nicht mehr ein, sondern zwei Prozent Zuzahlungen leisten. Die Regelung tritt am 1. Januar 2008 in Kraft. Experten bestreiten, dass Sanktionierung der richtige Weg ist, Prävention zu fördern. Und auch Patienten lehnen diese Änderung des Sozialgesetzbuches V ab.

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SELTENE ERKRANKUNGEN
Sechs Länder setzen auf vernetzte Forschung

Berlin - Seltene Erkrankungen systematisch zu erforschen ist eine gewaltige Herausforderung, das europäische Netzwerk E-RARE soll daher künftig die Forschungsaktivitäten von sechs Ländern – darunter Deutschland – koordinieren. Die Versorgungssituation könnte sich auch durch neue Regelungen für die Öffnung von Krankenhäusern zur ambulanten Behandlung verbessern.

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QUALITÄTSSICHERUNG
Patienteninteressen stärker berücksichtigen

Berlin - Patientenvertreter sprechen bei der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen bereits ein Wörtchen mit. Dass die Beteiligung noch ausbaufähig ist, macht Karin Stötzner auf einer Konferenz des Bundesgesundheitsministeriums und des Gemeinsamen Bundesausschusses deutlich. Die Berliner Patientenbeauftragte fordert eine stärkere Einbindung bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren.

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GESUNDHEITSSYSTEM
Bestandsaufnahme Qualitätssicherung

Berlin - Das Wettbewerbsstärkungsgesetz sieht eine unabhängige Institution vor, welche die Qualitätssicherung in Arztpraxen und Kliniken koordinieren soll. Die Qualitätsbemühungen werden künftig sektorenübergreifend stattfinden. Bisher gab es zwischen ambulantem und stationärem Bereich kaum Berührungspunkte. Ein Überblick.

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KREBSINFORMATIONSDIENST
Neue Infoblätter sollen Patienten besser informieren

Berlin - Zum Krebs gibt es eine Fülle sich teilweise widersprechender Informationen und Nachrichten. Diese auf Qualität zu prüfen und herauszufiltern, was für sie persönlich wichtig ist, fällt Patienten und Angehörigen oft schwer. Orientierung bieten seit kurzem die Informationsblätter des Krebsinformationsdienstes KID im Deutschen Krebsforschungszentrum.

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TELEMATIK
Die Grenzen von Datenautobahnen

Berlin - „Eine leistungsfähigere grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung mit mehr Sicherheit für die Patienten“, das erhofft sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt von elektronischen Gesundheitsdiensten. Bei der von Schmidt eröffneten „eHealth Conference 2007“ wurde jedoch klar: Bislang kocht jeder Staat sein eigenes Süppchen, die verschiedenen Initiativen unter ein europäisches Dach zu bringen, wird keine leichte Aufgabe.

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PSYCHOTHERAPIE
Web-Plattform hilft bei der Auswahl von Hilfsangeboten

Berlin/München - Ob Angst- oder Essstörung, Depression oder Sucht: Wer therapeutische Hilfe braucht, sieht sich einer Fülle kaum überschaubarer Angebote gegenüber. Effektive Hilfe bei der Auswahl bietet ein neues Informations- und Rechercheportal.

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PATIENTENFÜRSPRECHER
Praktische Hilfe und emotionale Unterstützung

Berlin - Zum zweiten Mal treffen sich in Berlin Patientenfürsprecher aus dem ganzen Bundesgebiet zum Erfahrungsaustausch. Dort stellt unter anderem der Verein Patienten-Ombudsmann/-frau Schleswig Holstein seine Arbeit vor.

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STATISTIK
Das Gesundheitswesen ist weiblich

Berlin/Wiesbaden - Der Anteil weiblicher Beschäftigter im Gesundheitswesen lag 2005 mit einem Anteil von 72,3 Prozent überdurchschnittlich hoch, so das Statistische Bundesamt. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft betrug der Frauenanteil 44,9 Prozent. Ende 2005 waren 3,1 Millionen der 4,3 Millionen Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen Frauen.

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