Patientenbrief

Februar 2007
Portrait - Editorial

EDITORIAL
Transparenz

München – Bei Kooperationen mit der Pharmaindustrie sind sich Patientenorganisationen oft nicht sicher, welcher Einfluss der Unternehmen sich aus einer Zusammenarbeit ergeben könnte. Bei Glaxo SmithKline bin ich seit Jahresbeginn für Patientenbelange verantwortlich. Mir ist es wichtig, das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Die Verbesserung der Lebensqualität und die Stärkung der Patienten- Kompetenz. Unabhängigkeit und Vertrauen sind wichtige Prinzipien für eine gute Kooperation. Keine leeren Versprechungen: Auf der Website www.glaxosmithkline.de werden Mitte Februar die Daten zu Inhalt, Art und Ausmaß unserer Zusammenarbeit mit Patientengruppen im Jahre 2006 veröffentlicht. Denn auch ohne Transparenz geht es nicht.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.
Ihre Ilka Einfeldt

Manager Patient Relations

INTERVIEW
Kühn-Mengel: „Patienten nicht bestrafen“

Berlin - Vor zwei Jahren hat Helga Kühn-Mengel das Amt der Patientenbeauftragten übernommen. Zehntausende Briefe von Versicherten und Patienten hat sie seitdem erhalten und kennt daher die Schwachstellen des deutschen Gesundheitswesens genau. Im Interview mit dem Patientenbrief nimmt sie Stellung zu Gesundheitsreform, Selbsthilfeförderung und Patientenbeteiligung.

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PATIENTENBEFRAGUNG
IQWIG bittet um Mithilfe

Berlin/Köln - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erarbeitet Gesundheitsinformationen zum Thema „Endometriose“. Eine Umfrage des Instituts soll klären, was Patienten an dem Thema interessiert.

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REFORM
Sozialverbände warnen vor Drei-Klassen-Medizin veröffentlicht

Berlin/Düsseldorf - Vor den negativen Auswirkungen der Gesundheitsreform auf Patienten und Versicherten haben Vertreter der Sozialverbände gewarnt. Insbesondere für den möglichen Zusatzbeitrag müssten allein die Versicherten aufkommen, konstatierten Sozialverband Deutschland und Volkssolidarität Bundesverband. Der Weg zur Drei-Klassen-Medizin sei vorgezeichnet.

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HEILMITTELBERICHT
Jungen erhalten mehr Behandlungen als Mädchen

Berlin - Jungen im Alter bis 14 Jahre erhalten um ein Drittel häufiger Heilmittelbehandlungen als Mädchen. Das zeigen aktuelle Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zur Heilmittelversorgung. Heilmittel wie beispielsweise Krankengymnastik oder Sprachtherapie wirken vor allem äußerlich zur Heilung oder Linderung einer Krankheit.

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EUROPÄISCHE DEMENZ-STUDIE
Pflegende Angehörige kritisieren Versorgungsmängel

Berlin - Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen stellen eine wachsende Herausforderung dar. Doch nur weniger als die Hälfte der Betroffenen hat Zugang zu grundlegenden Unterstützungsleistungen. Das ergab der „Dementia Carers’ Survey“, eine Studie in fünf europäischen Ländern, die mit Beteiligung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wurde. Darin werden schwere Mängel in der Versorgung von Alzheimer-Patienten offen gelegt.

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STATISTIK
Aus Armut auf den Arztbesuch verzichtet

Berlin - Über 2 Millionen Bundesbürger sind 2004 aus Geldmangel nicht zum Arzt gegangen. Das ergab die Untersuchung des Statistischen Bundesamtes „Leben in Europa“. Als Gründe für den Verzicht nennen die Befragten Zuzahlungen und Selbstbeteiligungen.

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BUNDESTAG
Gesetz zu Patientenverfügungen in Sicht

Berlin - Das Thema Patientenverfügung wird den Bundestag noch vor Ostern beschäftigen. Darauf haben sich kürzlich die Fraktionsspitzen von Union und SPD geeinigt. Mit Patientenverfügungen können Menschen bestimmen, wie sie im Falle einer schweren Erkrankung medizinisch behandelt werden wollen.

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BRUSTKREBS
Trainingskurs macht Versicherte fit für Selbstuntersuchung

Berlin/Stuttgart - 80 Prozent der Brustkrebs-Erkrankungen werden von den Frauen selbst entdeckt. Die AOK Baden-Württemberg setzt daher auf Selbstuntersuchung und bietet ihren Versicherten an, kostenlos an dem Trainingsprogramm MammaCare teilzunehmen.

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HILFSMITTEL
Patientenwahlrecht soll eingeschränkt werden

Berlin - Patientenorganisationen warnen vor den neuen Regelungen zur Hilfsmittelversorgung, die das Gesundheitsreformgesetz vorsieht. Demnach sollen künftig nur noch Vertragspartner der Krankenkasse versorgungsberechtigt sein. Diese sollen im Regelfall durch Ausschreibungen ermittelt werden.

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SELBSTVERWALTUNG
KV Niedersachsen initiiert Patientenbeirat

Berlin - Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat einen Patientenbeirat eingerichtet. Sie erhofft sich davon neue Impulse, um die ambulante medizinische Versorgung in Niedersachsen zu verbessern und die eigene Arbeit stärker an Patientenbedürfnissen auszurichten.

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