München – Der Transfer von der Theorie in die Praxis oder anders ausgedrückt, vom Forschungsfeld in den medizinischen Behandlungsalltag, ist eine gewaltige Herausforderung. So auch bei den Konzepten des „shared decision making“. Mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums haben Ärzte und Wissenschaftler in den vergangenen Jahren wichtige Konzepte erprobt. Diese gilt es nun in die Versorgung zu integrieren. Einen Schritt in diese Richtung macht ein Angebot der Techniker Krankenkasse, über das wir in dieser Ausgabe berichten. Mit Hilfe eines interaktiven Onlinedialogs will die Kasse ihre Versicherten auf Arztkonsultationen vorbereiten. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob das virtuelle Arzt-Patienten-Gespräch praxistauglich ist und von Patienten tatsächlich angenommen wird.
Eine anregende Lektüre wünscht
Ihr Roger Jaeckel
Leiter Gesundheitspolitik
Berlin - Als ein klares Signal an die Politik wertet Walter Hirrlinger, Präsident des Sozialverbandes VdK, das Ergebnis einer VdK-Unterschriftenaktion. „2,3 Millionen Menschen haben für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf sieben Prozent plädiert“, so Hirrlinger. Eindeutiger gehe es nicht; das sei wie eine Volksabstimmung. „Für viele Menschen sind Medikamente so lebenswichtig wie das tägliche Brot“, stellt der VdK-Präsident fest.
mehr…Berlin - Versicherte können erstmals ein virtuelles Arzt-Patienten-Gespräch über ihre Beschwerden führen und Informationen bekommen, die individuell auf ihren Gesundheitszustand zugeschnitten sind. Das ermöglicht ein neues interaktives Online-Angebot der Techniker Krankenkasse (TK). Der Patientendialog startet zunächst mit der Diagnose Rückenschmerzen, das Thema Depression ist in Vorbereitung.
mehr…Berlin - „Nicht nur die Symptome sind wichtig, sondern auch die Bedeutung, die der Patient ihnen zumisst. Deswegen sollte nicht das Asthma, sondern der Patient mit Asthma behandelt werden“, sagt Dr. Heidrun Lingner, Medizinische Hochschule Hannover. Die Ärztin ist Mitautorin des von der Gmünder Ersatzkasse (GEK) herausgegebenen Buches „Volkskrankheit Asthma/ COPD“, das in Berlin vorgestellt wurde.
mehr…Berlin - Nach einem Urteil des Berliner Sozialgerichts sind Krankenkassen nicht verpflichtet, bei Versicherten mit Gendefekt eine künstliche Befruchtung und einen anschließenden Gentest des Embryos zu bezahlen (AZ.: S 86 KR 660/04). Die Klage einer 32-jährigen Berlinerin wurde damit abgewiesen. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit hat das Gericht die Sprung-Revision zum Bundessozialgericht zugelassen.
mehr…Berlin - Eine intensive Aufklärung über gesunde Ernährung sowie mehr Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sollen dem Phänomen des Übergewichts und der Fettsucht bei Kindern und Jugendlichen entgegenwirken. Diese Forderung erheben die Sachverständigen bei einer Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
mehr…Berlin - Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) strebt eine noch stärkere Vernetzung seiner Mitglieder an. Mithilfe einer Kampagne, die im September startet, soll die Zahl der 130 Ortsverbände deutlich gesteigert werden. Im Interview mit dem Patientenbrief erklärt DAAB-Bundesvorsitzende Marliese Köster die Hintergründe.
mehr…Berlin - Die Deutsche Krebshilfe hat für ihre Arbeit im Jahr 2006 insgesamt 85,9 Millionen Euro aus der Bevölkerung erhalten. Mit den Spenden förderte sie 168 neue Projekte. „Wir tragen dazu bei, die Situation krebskranker Menschen in Deutschland zu verbessern und die Krebsforschung voran zu bringen“, sagt Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Jahres-Pressekonferenz.
mehr…Berlin - Eine Tagung zur „Einführung der Kosten-Nutzen-Bewertung“ nach Paragraph 35b Sozialgesetzbuch V hat kürzlich Arzneimittelexperten ins Bundesgesundheitsministerium geführt. Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder hat dort die Verantwortlichen ermuntert, keine „Geheimwissenschaft“ daraus zu machen.
mehr…Berlin/München - Die Zusatzkosten, die Mangelernährung für die Kranken- und Pflegeversicherung jährlich verursacht, belaufen sich auf 8,9 Milliarden Euro. Ein gezieltes Ernährungsmanagement könnte beträchtliche Kosten sparen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gesundheitsökonomische Studie der Beratungsgesellschaft CEPTON, München.
mehr…Berlin - Zum vierten Mal haben das Bundesgesundheitsministerium (BMG), die Bertelsmann Stiftung sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den deutschen Präventionspreis verliehen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an kommunale und regionale Initiativen.
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