Patientenbrief

August 2007

FÖRDERUNG
Krebshilfe will zehn Spitzenzentren etablieren

Berlin - Die Deutsche Krebshilfe hat für ihre Arbeit im Jahr 2006 insgesamt 85,9 Millionen Euro aus der Bevölkerung erhalten. Mit den Spenden förderte sie 168 neue Projekte. „Wir tragen dazu bei, die Situation krebskranker Menschen in Deutschland zu verbessern und die Krebsforschung voran zu bringen“, sagt Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Jahres-Pressekonferenz.

Als wegweisende Initiative im Geschäftsjahr 2006 nennt Schipanski die Entwicklung und Einrichtung des Förderprogramms „Onkologische Spitzenzentren“. Die Deutsche Krebshilfe stellt für die Förderung der universitären onkologischen Zentren in Dresden, Freiburg, Köln/Bonn und Tübingen insgesamt 12 Millionen Euro bereit. Bis 2008 sollen insgesamt zehn onkologische Spitzenzentren etabliert werden. „Wir würden uns freuen, wenn sich der Bund künftig in das Programm einbringen wird und unserer Forderung nach optimalen Versorgungsstrukturen und -prozessen in der Krebsmedizin Rechnung trägt“, so Friedrich Carl Janssen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Größter Einnahmeposten: Erbschaften und Vermächtnisse
Die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe lagen im Jahr 2006 bei insgesamt 85,9 Millionen Euro. Den größten Einnahmeposten stellten die Erbschaften und Vermächtnisse mit 38,9 Millionen Euro dar. Rund 24,2 Millionen Euro erhielt die Deutsche Krebshilfe aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen.
Aus Veranstaltungen, Aktionen, Kondolenzen, Bußgeldern und Jubiläen flossen ihr insgesamt 7 Millionen Euro zu. Die größten Posten bei den Ausgaben waren im vergangenen Jahr die Forschungsförderung mit 32,3 Millionen Euro sowie die klinischen Strukturmaßnahmen mit einem Fördervolumen von 16,7 Millionen Euro. Rund 4 Millionen Euro stellte die Deutsche Krebshilfe für Projekte zur Bekämpfung der Krebskrankheiten im Kindesalter bereit. 5,2 Millionen Euro flossen in ihren Härtefonds. Dieser Fonds kann von Menschen in Anspruch genommen werden, die durch eine Krebserkrankung in finanzielle Not geraten sind.

Der Geschäftsbericht kann im Internet herunter geladen werden (pdf-Dokument, 56 Seiten, 2.9 MB): http://www.krebshilfe.de

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