Patientenbrief

April 2007

RATGEBER FÜR PFLEGEBEDÜRFTIGE
Bezahlbare Versorgungsangebote als Antwort auf Schwarzarbeit

Berlin - Mit einem breiten Informationsangebot und konsequenter Weiterentwicklung ambulanter Versorgungsangebote will die baden-württembergische Sozialministerin Dr. Monika Stolz (CDU) Schwarzarbeit in der Pflege eindämmen. Die Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“ soll dazu beitragen, dass pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen einfach, schnell und umfassend Informationen erhalten, wie sie sich legal helfen lassen können.

„Angehörige, die eine illegale Kraft beschäftigen, dürfen nicht nur an den Pranger gestellt werden. Notwendig sind legale und bezahlbare Betreuungsangebote und Informationen darüber, wo sie zu finden sind. Dies ist die richtige Antwort auf Schwarzarbeit in der Pflege“, sagt die Ministerin. Ziel der Informationskampagne sei es, pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen einen Überblick über bestehende Unterstützungsangebote und Ansprechpartner zu geben. Die Broschüre informiert kompakt und umfassend über Pflege- und Versorgungsangebote und die dafür aufzuwendenden Kosten, bis hin zu den finanziellen Leistungen für pflegebedürftige Menschen. Außerdem ist eine landesweite kostenlose Telefon-Hotline für Pflegebedürftige und deren Angehörige geschaltet. Unverzichtbar in der Bekämpfung illegaler Beschäftigung sei vor allem die Weiterentwicklung von Hilfen im Vor- und Umfeld der Pflege. Stolz verwies auf die im Land bereits erprobten Initiativen und Netzwerke, die zeigten, dass legale Alternativen durchaus möglich seien.

Pflege in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg leben rund 225.400 pflegebedürftige Menschen. Viele von ihnen leiden an einer Demenz-Erkrankung. Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen wird zu Hause von ihren Angehörigen – meist sind es die Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter – betreut und gepflegt. Schätzungen über das Ausmaß der illegalen Beschäftigung in Haushalten mit Pflegebedürftigen reichen bundesweit von 100.000 bis zu 300.000 Beschäftigten. 10.000 illegale Kräfte in der häuslichen Pflege werden allein in Baden-Württemberg vermutet.

Persönliche Ansprechpartner sind kostenlos täglich unter der Telefon-Nummer 0800 – 1013538 von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Broschüre des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Stand Dezember 2006: „Pflegebedürftig – was nun? Informationen für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige.“
PDF, 32 Seiten, 478KB
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