Berlin/Köln - Der Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontaktstellen hat gemeinsam mit den nordrhein- westfälischen Krankenkassen ein Konzept zur Qualitätssicherung entwickelt. Dieses verpflichtet die Stellen unter anderem dazu, eine gemeinsame Statistik zu führen.
Die jährliche Arbeit der Berater soll damit „auswertbar“ gemacht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Krankenkassen. In der Vereinbarung wird außerdem verbindlich festgeschrieben, welche personellen, sächlichen und räumlichen Anforderungen die Stellen erfüllen müssen. Ebenfalls im Konzept enthalten: Empfehlungen für die Vernetzungen der Selbsthilfe- Einrichtungen – zum Beispiel bei der Öffentlichkeitsarbeit.
Georg Hensel von der IKK Nordrhein betont als Sprecher der Krankenkassen-Arbeitsgruppe: „Uns ist es wichtig gewesen, einen gemeinsamen Rahmen für die Qualitätsstandards, die in nordrhein-westfälischen Kontaktstellen gelten sollen, zu finden.“ Auch der Paritätische (DPWV) – mit 24 Selbsthilfekontaktstellen und -büros der größte Träger in NRW – begrüßt die Qualitätsvereinbarung. „Es stellt eine in der Selbsthilfe-Szene der Bundesrepublik bislang einzigartige Grundlage für eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe-Einrichtungen, ihren Trägern und Krankenkassen dar“, sagt DPWV-Sprecher Klaus Bremen. Dem Paritätischen zufolge haben die Krankenkassen angekündigt, die Förderung der Kontaktstellen ab 2008 von der Einhaltung der Qualitätsstandards abhängig zu machen.