Patientenbrief

April 2007
Portrait - Editorial

EDITORIAL
Reform konkret

München – Die Gesundheitsreform ist in Kraft, doch was das Gesetz in der Praxis bewirken wird ist vielfach noch nicht absehbar. Wie werden etwa die neuen Krankenkassentarife die Versorgung beeinflussen? Noch sind sie schwer zu kalkulieren – für Kassen und für Patienten. Wir berichten in dieser Ausgabe über eine bereits konkret fassbare Auswirkung der Reform. So bringt das Gesetz beispielsweise Leben in das nicht unumstrittene Rabattgeschäft zwischen Kassen und Arzneimittelherstellern. Ein weiteres Thema der Ausgabe ist das Verhältnis von pharmazeutischen Unternehmen und Patientenorganisationen. Bettina Brennecke von GSK hat in einem Interview dazu Stellung genommen.

Eine anregende Lektüre wünscht

Ihre Ilka Einfeldt
Manager Patient Relations

INTERVIEW
Brennecke: „Die Zusammenarbeit läuft nach klaren Spielregeln“

München - Das Verhältnis von Patientenorganisationen und pharmazeutischen Herstellern wird kritisch beäugt. Von Manipulation der Patienten und Unterwanderung der Selbsthilfe ist sogar bisweilen die Rede. Im Interview mit dem Patientenbrief nimmt Bettina Brennecke, Leiterin Corporate Affairs & Business Support bei GSK, zu dem Thema Stellung. Sie betont: „Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller gemeinsamen Aktivitäten haben den höchsten Stellenwert.“ Seit kurzem veröffentlicht daher GSK Daten zur Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen im Internet.

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TÜV-ZERTIFIKAT
Was Schmerz ist, bestimmt der Patient

Berlin - In Deutschland leiden viele Patienten nach Operationen unnötig an Schmerzen. „Die wenigsten wissen, dass Akutschmerz nicht sein muss“, sagt Prof. Reiner Kunz, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Berliner St. Joseph Krankenhaus (SJK). Die Klinik erhielt vom TÜV Rheinland die Zertifizierung „Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie“.

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KLINISCHE STUDIEN
Neue Broschüre für Patienten

Berlin - Was genau ist eine klinische Studie? Welche Chancen und Risiken birgt sie für den Patienten? Potenzielle Studienteilnehmer sind mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert. Eine neue Broschüre des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) informiert systematisch über das Thema.

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NORDRHEIN-WESTFALEN
Qualitätssicherung bei Selbsthilfe-Kontaktstellen

Berlin/Köln - Der Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontaktstellen hat gemeinsam mit den nordrhein- westfälischen Krankenkassen ein Konzept zur Qualitätssicherung entwickelt. Dieses verpflichtet die Stellen unter anderem dazu, eine gemeinsame Statistik zu führen.

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DEMENZ
Pariser Erklärung soll Versorgung verbessern

Berlin - In den Mitgliedsländern der Europäischen Union sind etwa 5,4 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen. Ihre medizinische, pflegerische und soziale Betreuung ist unterschiedlich, insgesamt aber überall dringend verbesserungsbedürftig. Deshalb haben die Dachorganisation Alzheimer Europe und ihre Mitgliedsorganisationen die „Pariser Erklärung zu den politischen Zielen der europäischen Alzheimerbewegung“ verabschiedet.

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GESUNDHEITSBERICHTERSTATTUNG
Neues Heft zu Gebärmuttererkrankungen

Berlin - Gynäkologische Operationen sind die häufigsten operativen Eingriffe bei Frauen. Das neue Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) beschäftigt sich mit Erkrankungen des weiblichen Genitaltraktes. Auf einer Veranstaltung von Glaxo Smith Kline in Berlin wurden kürzlich Präventionsansätze von Gebärmutterhalskrebs diskutiert.

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RABATTVERTRÄGE
Die Sparkonzepte der Krankenkassen

Berlin - Mit der Gesundheitsreform kommt Leben in das Rabattgeschäft zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern. Immer mehr Kassen setzen auf solche Sparverträge. Was Patienten darüber wissen sollten.

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RATGEBER FÜR PFLEGEBEDÜRFTIGE
Bezahlbare Versorgungsangebote als Antwort auf Schwarzarbeit

Berlin - Mit einem breiten Informationsangebot und konsequenter Weiterentwicklung ambulanter Versorgungsangebote will die baden-württembergische Sozialministerin Dr. Monika Stolz (CDU) Schwarzarbeit in der Pflege eindämmen. Die Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“ soll dazu beitragen, dass pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen einfach, schnell und umfassend Informationen erhalten, wie sie sich legal helfen lassen können.

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GESUNDHEITSFORSCHUNG
Schavan: „Ergebnisse schnell in Patientenversorgung umsetzen“

Berlin - Insgesamt 630 Millionen Euro will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden vier Jahren für Gesundheitsforschung ausgeben. Das sind 180 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Vor allem durch eine engere Verzahnung von Forschung und Behandlung seien deutliche Verbesserungen für kranke Menschen zu erwarten, heißt es beim BMBF.

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GESUNDHEITSPOLITIK
Deutsche sind unzufriedener als ihre Nachbarn

Berlin - Eine aktuelle Onlinestudie zeigt, dass Schweizer und Österreicher mit der Gesundheitspolitik ihrer Länder weitaus zufriedener sind als die Deutschen. An der Umfrage nahmen über 4.100 Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz teil.

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