Berlin - Eine aktuelle Onlinestudie zeigt, dass Schweizer und Österreicher mit der Gesundheitspolitik ihrer Länder weitaus zufriedener sind als die Deutschen. An der Umfrage nahmen über 4.100 Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz teil.
Marketagent.com fand heraus, dass 64 Prozent der Bundesbürger die kürzlich vom Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesundheitsreform nicht akzeptieren. Demgegenüber halten in Österreich immerhin 51 Prozent ihre Gesundheitsreform für gelungen, obwohl die Patienten dort schon lange mit beachtlichen Beträgen zur Kasse gebeten werden. In der Schweiz, wo Politiker eine obligatorische Krankenpflegeversicherung und Kopfprämien einführten, zollen sogar 61 Prozent diesen Regelungen Beifall. Demgegenüber sind gerade einmal 12 Prozent der Deutschen mit der Reform insgesamt zufrieden, während 64 Prozent sie nicht akzeptieren. Klaglos geben sich vor allem junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren (27 Prozent) – eine Altersgruppe, die der Reform vermutlich noch relativ indifferent gegenübersteht. Ab dem Alter von 19 Jahren steigt die Unzufriedenheit rasant an, bei den 40- bis 49-Jährigen erreicht sie sogar 75 Prozent.