Patientenbrief

April 2007

GESUNDHEITSFORSCHUNG
Schavan: „Ergebnisse schnell in Patientenversorgung umsetzen“

Berlin - Insgesamt 630 Millionen Euro will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden vier Jahren für Gesundheitsforschung ausgeben. Das sind 180 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Vor allem durch eine engere Verzahnung von Forschung und Behandlung seien deutliche Verbesserungen für kranke Menschen zu erwarten, heißt es beim BMBF.

„Moderne Gesundheitsforschung führt zu einer besseren medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten“, sagt Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Gleichzeitig trage die Forschung dazu bei, die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen.

Neue Patientenorientierung
„Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse möglichst schnell in die konkrete Versorgung von Patienten umgesetzt werden“, betont die Ministerin. Die Lebensqualität der Menschen stehe im Mittelpunkt. Die Patientenorientierung soll durch neue Strukturen in der Forschung erreicht werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die klinische Forschung: Das Ministerium will klinische Studienzentren, krankheitsbezogene Kompetenznetze und integrierte Forschungs- und Behandlungszentren fördern. Eines davon ist das Zentrum für Schlaganfallforschung der Charité in Berlin.
Das ehrgeizige Ziel: international ausstrahlende Schwerpunkte mit hervorragenden Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Für jedes dieser Zentren stellt das BMBF jährlich rund vier Millionen Euro über fünf Jahre zur Verfügung. Eine zweite Förderperiode über fünf Jahre kann sich anschließen.

Aktionsplan Medizintechnik
Die Ministerin kündigte an, Forschungsverbünde zwischen Industrie und Wissenschaft auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung verstärkt zu fördern. Mit dem erstmalig vorgelegten Aktionsplan Medizintechnik soll die Forschungs- und Wettbewerbssituation Deutschlands auf diesem Gebiet weiter verbessert werden. Der Aktionsplan definiert Fokusthemen in drei Bereichen:

  • - Bildgebungsverfahren, die präzise Ansichten des menschlichen Gehirns oder von Organen ermöglichen
  • - die Medizintechnik in Rehabilitation und Pflege
  • - die Medizintechnik für die regenerative Medizin, bei der Zellen außerhalb des Körpers vermehrt und anschließend in den Körper transplantiert werden. So sollen gestörte Gewebe oder Organfunktionen unterstützt werden.

Weitere Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter www.bmbf.de/de/gesundheitsforschung.php

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