Patientenbrief September 2017

Herzlich Willkommen,

Patienten, die sich über Jahre intensiv mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, erwerben ein unschätzbares Wissen über die Erkrankung. Diese Erfahrung aggregiert sich, wenn sich diese Patienten in der Selbsthilfe organisieren: Dabei entstehen wahre Kompetenzcenter. Für Menschen, die plötzlich mit einer Diagnose konfrontiert sind, ist die Selbsthilfe deshalb Lotse in einem Gesundheitssystem, das manchmal ein Dschungel sein kann. Und für manche sogar ein Rettungsring.

Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass der Wissenstransfer aus der Selbsthilfe auch in Richtung der professionellen Gesundheitsanbieter wie Ärzte, Kliniken oder Pflegekräfte besser wird. Die ersten Erfolge sind sichtbar – und das ist gut so. Denn eine Gesundheitseinrichtung, die auf die Erfahrung von Betroffenen verzichtet, ist zumindest eines nicht: patientenfreundlich.

Ihre Ilka Einfeldt, Leiterin Patient Relations

Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe bietet ein enormes Potenzial: Mit ihrem Expertenwissen aus eigenem Erleben kann sie den medizinischen Behandlungsprozess eines Patienten unterstützen. Trotzdem hat es die „Laienkompetenz“ in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen oft nicht leicht. Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ hat daher ein Konzept entwickelt, das die Zusammenarbeit zwischen der Selbsthilfe und Gesundheitseinrichtungen fördern soll. Die Idee: Selbsthilfefreundlichkeit zum Qualitätsmerkmal erheben.

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Ingrid Fischbach: Die neue Stimme der Patienten

Seit dem 5. Juli hat die „Stimme der Patienten“ ein neues Gesicht: Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach wurde vom Bundeskabinett in das Amt der Patientenbeauftragten und Pflegebevollmächtigten berufen. Sie löst damit Karl-Josef Laumann ab, der nach Nordrhein-Westfalen in das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wechselte. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe weiß: Die CDU-Politikerin wird „die gemeinsam erreichten Verbesserungen für Patienten und Pflegebedürftige weiter kraftvoll vorantreiben“.

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Opfer des eigenen Erfolges

Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der modernen Medizin zur Verfügung stehen. Durch sie werden Krankheiten, die tödliche Folgen mit sich bringen können, kontrolliert oder gar ausgerottet. Doch genau das macht sie zum Opfer ihres eigenen Erfolges: Krankheiten, die kaum einer mehr kennt, schwinden aus dem Bewusstsein der Menschen – die Impfquoten sinken. Wie gefährlich das sein kann, zeigen die jährlichen Masern-Fälle.

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Krankenkassen unter der Lupe: Die eine zahlt, die andere nicht

Bei der Bewilligung und Ablehnung von Leistungsanträgen gehen die gesetzlichen Krankenkassen äußerst unterschiedlich vor. Dies ist Ergebnis einer Studie des IGES Instituts, die der ehemalige Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann noch in seiner Amtszeit in Auftrag gegeben hatte. Darin zeigt sich auch: Häufig werden Anträge erst einmal abgelehnt – obwohl ein berechtigter Anspruch besteht. Wehrlos ist man als Betroffener jedoch nicht.

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Schmerzmanagement will gelernt sein

Birgitta Gibson lebt seit über 30 Jahren mit chronischen Schmerzen. Dank der richtigen Therapie hat sie es geschafft, mit ihrem Leiden umzugehen. Doch sie weiß: Viele Betroffene tappen noch im Dunkeln auf der Suche nach einer Diagnose, einem geeigneten Arzt oder einer lindernden Behandlung. Als Vizepräsidentin der Deutschen Schmerzliga engagiert sie sich daher für eine bessere Versorgung von Schmerzpatienten – und gibt ihr Wissen um ein erfolgreiches „Schmerzmanagement“ an sie weiter.

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Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Lesen Sie im September über folgende Themen: Auszeichnung von Gabriele Gründl; Globale Gesundheitspolitik; Standortfrage; „ThemenCheck Medizin“

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