Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Lesen Sie im März über folgende Themen: Altenpflege; Junge Selbsthilfe will mitreden; Bessere Heil- und Hilfsmittelversorgung; Sichere Patientenkommunikation

Altenpflege

Trotz Fachkräftemangel gilt: Altenpfleger und Altenpflegerinnen sind ihrem Beruf besonders treu. Das wurde im Report 3/2016 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) deutlich. 74,4 Prozent derjenigen, die einen Pflege- oder Gesundheitsberuf erlernt haben, üben ihn auch nach der Ausbildung aus. Dies ist im Vergleich mit dem Gesamtdurchschnitt (46,7%) verhältnismäßig hoch. „Der Mythos vom Ausstiegsberuf wird damit endgültig widerlegt. Das sollten nun auch die sogenannten Berufsverbandsvertreter, aber auch zahlreiche Gesundheitspolitiker zur Kenntnis nehmen und endlich aufhören, den Beruf ständig schlecht zu reden“, so Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Junge Selbsthilfe will mitreden

Gemeinschaftliche Selbsthilfe ist in Deutschland weit verbreitet und wird gut genutzt – weniger jedoch von jungen Menschen. Vom 25. bis 27. November 2016 trafen sich daher rund 60 Aktive auf dem dritten Bundestreffen „Junge Selbsthilfe – So wie so!?“ in Heidelberg, um über die Thematik zu diskutieren. Zum Abschluss der Tagung veröffentlichten die Teilnehmenden eine Gemeinsame Erklärung. Darin fordern sie mehr Akzeptanz sowie Mitsprachemöglichkeiten der Jungen Selbsthilfe und wünschen sich eine bessere, bedarfsgerechte Förderung inklusive mehr Aufklärung. Interessierte sind dazu aufgerufen, sich der Erklärung mit ihrer Unterschrift anzuschließen.

Bessere Heil- und Hilfsmittelversorgung

Der Deutsche Bundestag hat das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) für mehr Qualität und Transparenz in der Versorgung verabschiedet. In einer alternden Gesellschaft sei die Reform „eine Reaktion auf den steigenden Bedarf an Rollstühlen, Hörgeräten oder Schuheinlagen“, erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk, und der zuständige Berichterstatter Roy Kühne. Der Deutsche Apothekerverband geht davon aus, dass sich mit dem Gesetz die Qualität der Hilfsmittelversorgung für die Patienten in Deutschland verbessern wird. Der GSK PatientenBrief berichtete.

Der Deutsche Bundestag hat das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) verabschiedet. (© fotolia)

Sichere Patientenkommunikation

Miteinander reden ist wichtig – auch im Gesundheitswesen. Der Arzt spricht mit dem Patienten über die Therapie, die Pflegenden tauschen wichtige Informationen über den Betroffenen aus und die Patienten selbst kommunizieren untereinander über ihre Krankheitsbilder – analog und digital. Leicht können in der Kommunikation Fehler passieren. Schlimmer noch ist, wenn sie gar nicht stattfindet. Schnell wird das zu einer Gefahr für die Patientensicherheit. Über 100 Experten setzen sich daher auf der 12. Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. vom 4. bis 5. Mai in Berlin unter dem Motto „Darüber müssen wir reden“ damit auseinander, wie Kommunikation im Gesundheitswesen gelingen kann. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Top
Zurück