Reiseimpfungen: Andere Länder, andere Viren

Sommer ist Reisezeit. Viele Menschen in Deutschland packen ihre Koffer und fliegen in fremde Länder. Ab zum Flughafen und los geht’s – so einfach sollte man es sich jedoch nicht machen. Denn in fremden Ländern zirkulieren oft andere Viren als hierzulande. Rechtzeitig vor dem Urlaub sollte man sich daher reisemedizinisch beraten lassen – und prüfen, welche Impfungen eventuell notwendig sind.

Die Vorfreude ist groß: Hotel und Mietwagen sind gebucht, erste Ausflugsziele ausgesucht – und endlich hebt das Flugzeug ab. Einige Tage die Seele baumeln zu lassen, das wünscht sich der Reisende. Sich mit Infektionskrankheiten wie Typhus oder Hepatitis anzustecken, steht nicht auf seiner To-do-Liste.

Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig vor der Abreise über notwendige Schutzmaßnahmen zu informieren. Doch laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage mit über 1.500 Bundesbürgern (2016), die die Knappschaft-Krankenkasse beauftragt hatte, geht über die Hälfte der Deutschen ohne Reiseschutzimpfung in den Urlaub. „Wir alle verreisen gerne […]. Bei den Reisevorbereitungen vergessen wir allerdings oft, dass man schon vor dem Urlaub viel für die Gesundheit tun kann. Denn mit der richtigen Vorsorge lassen sich die meisten Krankheiten auf Reisen vermeiden“, schreibt dazu das Centrum für Reisemedizin (CRM). Den wirksamsten Schutz bieten dabei Impfungen.

Impfen geht auch Last-Minute

Das CRM empfiehlt, sich spätestens sechs Wochen vor Beginn der Reise bezüglich der Vorsorgemaßnahmen beraten zu lassen. „So bleibt noch genügend Zeit, den nötigen Impfschutz aufzubauen“, heißt es. Aber auch andere wichtige Dinge können hier diskutiert werden – ob beispielsweise eine Malaria-Vorbeugung mit Medikamenten sinnvoll ist. Spezialisierte, niedergelassene Ärzte oder Fachwebseiten wie die des CRM können dabei weiterhelfen.

Auch „bei Last-Minute-Reisen lohnt sich in jedem Fall der Gang zum Arzt“, betont das CRM. So sei etwa die Hepatitis A-Impfung noch kurzfristig möglich. „Und für viele andere gilt: besser in letzter Minute impfen, als komplett auf die Schutzwirkung verzichten.“

Das A und O ist es, den Standardimpfschutz überprüfen zu lassen – also diejenigen Impfungen, die in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. Dazu gehören unter anderem Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten sowie Masern. Nähere Informationen können dem Impfkalender der STIKO entnommen werden. Über 60-Jährige sollten außerdem an die Grippe- und Pneumokokken-Impfung denken.

Mit einer Reiseschutzimpfung lässt es sich entspannter Urlaub machen. (© GSK)

Welche Reiseimpfungen brauche ich?

Welche spezifischen Reiseimpfungen notwendig sind, hängt vom Urlaubsziel, der persönlichen Verfassung (z. B. Vorerkrankungen) und auch der Art der Reise ab: Ein Rucksack-Tourist sollte sich z. B. gerade bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten in Süd- und Südostasien gegen die lebensbedrohliche Japanische Enzephalitis impfen lassen. Ansonsten sind laut CRM bei Reisen nach Asien, Afrika oder Lateinamerika Impfungen gegen Hepatitis A, Polio, Typhus und oftmals auch Tollwut empfohlen. In manchen Ländern ist zudem eine Gelbfieber-Impfung verpflichtend. An der Krankheit, die durch Mücken übertragen wird, sind erst kürzlich drei deutsche, nicht geimpfte Urlauber in Brasilien erkrankt. Einer von ihnen verstarb.

Auch wer nicht so weit reist, sollte sich reisemedizinisch beraten lassen. So könnte gerade bei Natururlauben in manchen Gegenden Deutschlands oder in Österreich eine Impfung gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sinnvoll sein. Und das Risiko, sich über verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel mit Hepatits A (Leberentzündung) anzustecken, ist in Süditalien sehr viel höher als hierzulande.

Grundsätzlich gilt: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten all der Impfungen, die die Ständige Impfkommission für Deutschland als Standardschutz empfiehlt. Darüber hinaus erstatten viele Krankenkassen laut CRM die Kosten für Impfungen bei privaten Auslandsreisen (ganz oder teilweise) als freiwillige Leistung. Vor dem Urlaub sollte man sich daher bei der eigenen Krankenkasse informieren.

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Quelle: www.fit-for-travel.de

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