Patientenbrief Juni 2017

Herzlich Willkommen,

Kurz vor der Bundestagswahl ist die Republik im Wahlkampfmodus. Für die politischen Parteien bedeutet das Abgrenzung. Ihre Wahlprogramme haben den Zweck uns Wählern zu zeigen: Das werden wir anders machen. Wahlkampfzeiten sind daher auch von spezieller Bedeutung für Patientenorganisationen. Sie können den politischen Meinungsbildungsprozess mitgestalten, indem sie ihre Verbesserungsvorschläge an die Politik richten. Etwa in Form von sogenannten "Wahlprüfsteinen" – so wie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) es getan hat – oder einfach, indem sie politische Forderungen aufstellen, wie die BAG Selbsthilfe. "Gesundheit" wird wohl kein wahlentscheidendes Thema sein. Aber die Bundestagswahl ist doch eine Chance, dass Organisationen der Patientenselbsthilfe ihre Kompetenz einbringen und so im Sinne ihrer Mitglieder politisch Wirkung entfalten können.

Ihre Ilka Einfeldt, Leiterin Patient Relations

Wahlprüfsteine: Ein politisches Fragen-Antworten-Spiel

Jetzt werden die Weichen für die Bundestagswahl im September gestellt: Die Parteien rüsten sich mit ihren Wahlprogrammen, in denen sie ihre politischen Ziele umreißen. Interessensverbände – und deshalb auch Patientenorganisationen – haben mittels der „Wahlprüfsteine“ die Chance, konkrete Fragen an die Parteien zu stellen. So können sie Themen auf die politische Agenda setzen und den Dialog zwischen Wählern und Politikern eröffnen.

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Methodenpapier: Das IQTiG muss nachbessern

Die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen auf die nächste Stufe heben – das ist die Aufgabe des „Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen“, kurz: IQTiG. Dazu soll es Leitplanken definieren und weiterentwickeln, wie Qualität in ambulanter oder stationärer Versorgung gemessen und verglichen werden kann. Im Februar 2017 hat es dazu die erste Version seiner „Methodischen Grundlagen“ vorgelegt. Es beschreibt die wissenschaftliche Basis, auf deren Grundlage das IQTiG seiner Arbeit nachgehen will. Die Kritik an der ersten Version ist deutlich.

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Wirtschaftliches Verordnen: Ein Flickenteppich regionaler Regelungen

Ärzte orientieren sich bei der Auswahl des geeigneten Medikaments nicht nur an Leitlinien, den neuesten medizinischen Erkenntnissen und dem Patientenwohl – sondern müssen laut des Sozialgesetzbuches (SGB) V auch das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten. Da eine unwirtschaftliche Verordnungsweise zu einem Regress, also einer Zahlungsverpflichtung gegenüber den Krankenkassen, führen kann, haben Ärzte ein großes Interesse, die Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit einzuhalten.

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Rabattverträge für Impfstoffe: Abschied auf Raten

Umstritten waren sie schon lange – mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) wurden die Rabattverträge für Impfstoffe nun gestrichen. Ersatzlos. Ärzte können wieder den Impfstoff ihrer Wahl verordnen.

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Vom Beruf zur Berufung

Thorsten Freikamp ist Überzeugungstäter: Als Geschäftsführer des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose e.V. (BfO) setzt er sich für Patienten mit Knochenschwund ein – ein Beruf, der zur Berufung wurde.

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Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Lesen Sie im Juni über folgende Themen: Pflegereform; Europaweiter Ideenaustausch; Arzneimitteldaten; Patientenbeteiligung

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