Patientenbrief Juni 2016

Herzlich Willkommen,

Deutschland hat ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem – keine Frage. Vielleicht sind auch deshalb die teils eklatanten regionalen Unterschiede in der Versorgung so auffällig. Die Differenzen sind teilweise so groß, dass sie sich weder medizinisch, noch von der Alters- oder Geschlechterstruktur her erklären lassen. Wenn mitten in Deutschland auf der 20-minütigen Fahrt zwischen zwei Städten die Chance auf ein neues Knie um 50 Prozent sinkt, dann ist das ein Alarmsignal, das auf Qualitäts-, Effizienz- und auch Gerechtigkeitsprobleme hinweist. Solche Unterschiede sind durchaus keine „Ausreißer“, sondern über lange Zeiträume konstant; es scheint schwierig zu sein, Strukturen, Gewohnheiten und Einstellungen zu verändern. Und: Oft wissen wir viel zu wenig über die Ursachen. Hier muss die Versorgungsforschung ansetzen. Der „Versorgungsflickenteppich“ Deutschland muss dringend unter die Lupe.

Viel Spaß beim Lesen.

Ihre Ilka Einfeldt, Leiterin Patient Relations

Die Postleitzahl als Gesundheits-Indikator

Es gibt Landkreise, die gelten als „operationsfreudiger“ als andere. Frauen, die wegen ihrer Demenz behandelt werden, haben eine um 19 Prozent geringere Chance als Männer, ein Antidementivum zu erhalten. Bei der Behandlung von schweren Depressionen gibt es ein starkes Ost-West-Gefälle. Die regionalen Unterschiede in der medizinischen Versorgung sind in vielen Bereichen groß – zu groß, um sie medizinisch erklären zu können.

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Innovationsfonds: Beginnt jetzt ein neues Zeitalter für die Patientenversorgung?

Über Mangel an Arbeit braucht sich der Expertenbeirat des Innovationsfonds nicht zu beklagen. 296 Projektskizzen liegen nach dem Ende der ersten Antragsfrist zur Begutachtung vor. Nach Monate langer Vorarbeit wird es jetzt konkret – die erste Förderwelle des Innovationsfonds ist angestoßen. Der Zeitdruck ist enorm: Bereits im vierten Quartal 2016 sollen die ersten Förderbescheide verschickt werden.

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Auf vollen Touren

Es ist Sommer. Kein Mensch denkt jetzt an die Grippe. Kein Mensch? Nein! Eine Gruppe von Experten arbeitet bereits seit Monaten am Grippeimpfstoff für die Saison 2016 / 2017. Denn Grippeimpfstoffe sind komplexe biologische Produkte, die heute wie schon seit über 50 Jahren auf Basis von Hühnereiern entstehen. In der Produktionsanlage von GlaxoSmithKline (GSK) in Dresden läuft die Herstellung auf vollen Touren. Im Interview mit dem Patientenbrief erklärt Dr. Johannes Hain, Senior Medical Advisor bei GSK, warum das so ist.

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„Helfen. Forschen. Heilen.“

Mit diesem Motto setzt sich der Mukoviszidose e. V. seit 1965 für die Bekämpfung der unheilbaren Erbkrankheit ein.

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Virtuelle Gremienarbeit

Der GSK-Patientenbrief wollte wissen: Was sind die großen Herausforderungen für einen Verein wie den Mukoviszidose e. V.? Die Antworten kamen von Winfried Klümpen, Sprecher der Geschäftsführung des Mukoviszidose e. V., und Dr. Miriam Schlangen, geschäftsführende Bereichsleiterin Forschung, Therapieförderung und Gesundheitspolitik.

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Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Lesen Sie im Juni über folgende Themen: Vereinheitlichung der Medikationspläne; die eigene Internetpräsenz der Patientenbeteiligung im Gemeinsamen Bundesausschuss; Zusammenarbeit von Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI); Verankerung des Patientenwohl als maßgebliches ethisches Leitprinzip für das Krankenhaus; Anstieg der Behandlungsfehler

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