Patientendialog ganz großgeschrieben

Es war ein Geburtstag: Zum zehnten Mal hat GlaxoSmithKline (GSK) zum Patientendialog geladen. Diesmal fand das Treffen an einem ganz besonderen Ort statt: Im Marburger Impfstoffwerk.

Gruppenbild 10. Patientendialog18 Patientenorganisationen zu Besuch: Der 10. GSK-Patientendialog © GSK

Und damit an einem Ort, der zum Thema passte: Denn der 10. GSK-Patientendialog drehte sich um die Frage „Impfen – eine Frage der informierten Gesundheitsentscheidung?“. Die Abteilung Patient Relations unter Leitung von Ilka Einfeldt hatte Patientenorganisationen zum Gedankenaustausch geladen. Gekommen waren 18 Organisationen aus ganz verschiedenen Indikationen. Dabei waren u.a. die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., die Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V., der Deutsche Psoriasis Bunde e.V. oder das Kindernetzwerk e.V.

Begrüßt wurden die Patientenvertreter von Jochen Reutter, dem Leiter des Marburger Standortes. Reutter dürfte über Mangel an Arbeit momentan nicht zu klagen haben, denn GSK hatte gerade angekündigt, am Standort Marburg 172 Millionen Euro zu investieren, u.a. um Teile des neuen Meningokokken-Impfstoffs zu produzieren. Dies ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für den Standort Deutschland, denn Impfstoffe sind biopharmazeutische Produkte, deren Herstellung ein hohes Maß an Expertise und Erfahrung voraussetzt. GSK als einer der führenden Impfstoffhersteller der Welt unterhält in Deutschland mit Dresden und Marburg gleich zwei große Standorte.

Jens Vollmar, der bei GSK Leiter Medizin Impfstoffe ist, zeigte in seinem Vortrag die Komplexität der Produktion und Entwicklung von Impfstoffen auf, was in der Relation zu den Preisen zu interessierten Nachfragen anregte. Vertreter der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V. erläuterten in Ihren Impulsvorträgen, wie sie sich in ihren Verbänden bereits mit dem Thema Impfen auseinandergesetzt haben und wie sie ihre Mitglieder z.B. übers Internet oder in ihrer Mitgliederzeitschrift informieren. Ein Vertreter des Bundesverbandes Prostatakrebs stellte die neue Leitlinie des Netzwerkes Evidenzbasierte Medizin „Gute Patienteninformation“ vor, die genau beschreibt, was ein Verfasser von guten Patienteninformationen beachten sollte.

„Mein Arzt weiß gar nicht was für Impfungen ich benötige, wenn ich ihn frage,“ war eine häufig geäußerte Feststellung der Patientenvertreter in der anschließenden Diskussion. Es sei schwierig, sich über die jeweilige Erkrankung zu informieren, da es wenig indikationsspezifische Evidenz gäbe. Und so bleibt das Thema Impfen eine Herausforderung für chronisch kranke Menschen: Bei den regelmäßigen Arztterminen steht das Management ihrer Erkrankung im Fokus. Andere Gesundheitsthemen – und so auch das Impfen – fallen schnell „hinten runter“.

Vorträge und Reden sind das eine. Aber sehen und spüren ist eben doch etwas Anderes. Diese Lebenserfahrung zeigte sich bei der Führung durch das Marburger Werk. Einmal mit eigenen Augen die Komplexität der Herstellung zu sehen, fördert ein tieferes positives Verständnis für das doch häufig mit Vorurteilen belegte Thema Impfen.

Für Ilka Einfeldt ist der jährlich stattfindende Patientendialog immer ein Highlight. „Wir haben in den angeregten Diskussionen mit unseren Teilnehmern sehr viel gelernt über die Herausforderungen, die Bedeutung des Themas Impfen richtig zu kommunizieren und eine relevante Entscheidungsgrundlage für Patienten zu schaffen.“ Natürlich wird es auch im kommenden Jahr wieder einen GSK-Patientendialog geben.

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