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eigentlich gehört es längst in ein Technik-Museum, aber aus dem deutschen Gesundheitswesen ist es nicht wegzudenken: Das Faxgerät. Noch immer wird die Mehrheit von rund fünf Milliarden Behandlungsdokumenten gefaxt – ein Anachronismus. Bundesgesundheitsminister Gröhe setzt deshalb auf die digitale Gesundheitsagenda: Er will "Tempo" machen. Die digitale Verfügbarkeit von Patientendaten soll die Versorgung verbessern, Kosten sparen, sogar Leben retten. Das klingt alles vernünftig – wäre da nicht diese tiefsitzende Angst vor dem "gläsernen" Patienten. Eine große Mehrheit in Deutschland befürchtet den Missbrauch ihrer Daten. Anderseits: Wären diese optimal geschützt, sähen die meisten Menschen die Vorteile der Digitalisierung. Die Politik hat noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten – und in der Gesellschaft muss das Verständnis für die Chancen erst noch entstehen.

Ihre Ilka Einfeldt, Leiterin Patient Relations