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Deutschland hat ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem – keine Frage. Vielleicht sind auch deshalb die teils eklatanten regionalen Unterschiede in der Versorgung so auffällig. Die Differenzen sind teilweise so groß, dass sie sich weder medizinisch, noch von der Alters- oder Geschlechterstruktur her erklären lassen. Wenn mitten in Deutschland auf der 20-minütigen Fahrt zwischen zwei Städten die Chance auf ein neues Knie um 50 Prozent sinkt, dann ist das ein Alarmsignal, das auf Qualitäts-, Effizienz- und auch Gerechtigkeitsprobleme hinweist. Solche Unterschiede sind durchaus keine „Ausreißer“, sondern über lange Zeiträume konstant; es scheint schwierig zu sein, Strukturen, Gewohnheiten und Einstellungen zu verändern. Und: Oft wissen wir viel zu wenig über die Ursachen. Hier muss die Versorgungsforschung ansetzen. Der „Versorgungsflickenteppich“ Deutschland muss dringend unter die Lupe.

Viel Spaß beim Lesen.

Ihre Ilka Einfeldt, Leiterin Patient Relations